Schafkopfen vs Pokern: Die Faszination beliebter Kartenspiele
Freitag, 26. Juni 2009Schafkopfen gehört zu den beliebtesten Kartenspielen in Bayern. Während in den anderen Teilen Deutschlands zumeist Poker Hold Em gespielt wird, greifen die bayerischen Jugendlichen gerne auf ihr Nationalspiel zurück. Doch was ist Schafkopfen überhaupt?
Der Vorläufer des Schafkopfen war das deutsche Schafkopfen und wurde erstmals im 18. Jahrhundert gespielt. Die heutige Form ist eine Weiterentwicklung und auch dem Poker nicht unähnlich. Es gibt jedenfalls einige Gemeinsamkeiten, aber auch einige Unterschiede. Während Texas Hold’em mit bis zu zehn Spielern pro Tisch und 52 Karten gespielt wird, greift man beim Schafkopfen auf vier Spieler mit 24 beziehungsweise 32 Karten zurück. Erste Variante wird als lange Karte oder auch langes Blatt bezeichnet, zweite Variante analog als kurzes Blatt. Während im Poker mit den Farben Kreuz, Pik, Karo, Herz taktiert wird, gibt es in dem bayrischen Spiel Eichel, Schellen, Herz und Gras.
In Texas Hold’em können Sie in jeder Situation mit Ausnahme der Small- und Big Blind-Position aussetzen. In Schafkopfen geht dies nur, wenn alle vier Spieler „weiter“ aussprechen. Wenn der Dealer die Karten umdreht, gewinnt der Spieler mit dem besten Blatt. Aus fünf von sieben Karten wird ein Blatt gebildet. Die bestmögliche Kombination ist das Royal Flush, bei dem die höchste Straße in derselben Farbe gebildet wird. Im Schafkopfen gewinnt stets der Spieler mit den meisten Stichen beziehungsweise den höchsten Punkten. Das heißt, wer 61 Punkte erreicht, gewinnt die Partie. Am besten erreichen Sie dieses Ziel mit einer „Sie“, also mit vier „Obern“ und vier „Untern“. Das Blatt ist aber so selten wie das Royal Flush.
Es gibt auch einige Gemeinsamkeiten. Es ist unverkennbar, dass in beiden Kartenspielen ein ruhiges Gemüt und starke Nerven sowie ein gutes Gedächtnis gefragt sind. Ein Fehler und schon ist das Spiel für Sie beendet! Zudem wird in beiden Kartenspielen mathematisch mit sogenannten Wahrscheinlichkeitswerten taktiert.
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